Israelsdorf

Gothmunds Nachbar Israelsdorf - Topografie eines alten Kulturortes
„Yrsahelestorp“, die althochdeutsche Bezeichnung für „verirren“ und „heimlich“, liegt seit jeher etwas abseits, immer noch versteckt zwischen Wald, Wiesen und Trave. Israelsdorf, so der heutige Name, stand im Ruf, Lübecks schönstes Dorf zu sein.
Im 19. Jahrhundert erkoren einige wohlhabende Lübecker Israelsdorf zu ihrem Sommersitz und brachten die städtische Wohnkultur in die bäuerliche Siedlung. Zum bekanntesten zählte das Sommerhaus des Lübecker Kaufmanns und russischen Konsuls Karl von Schlözer (1780-1859), dem Bruder der Philosophin und Salonnière Dr. Dorothea Schlözer (1770-1825).

Kaffee und Künstler
Seine idyllische Lage und die Gartenwirtschaften lockten Scharen von Ausflüglern in den Ort. Sie vergnügten sich bei Milch, Kaffee und Bier in der "Sommerfrische". Das ist den Künstlern nicht verborgen geblieben. Auch sie trafen sich in Israelsdorf. Sie wohnten bei der Wirtin Luer und starteten von hier ihre Malexkursionen im Travebogen.

  • Künstler-Standpunkt

    Heiko Jäckstein

    © Atelier Jäckstein, Foto: Steve Adkisson Photography

    Genau hier standen die Künstler! Marlis Zahn und Heiko Jäckstein erforschen die Topografie der Gemälde- und Skizzenmotive.

  • Winter

    Carl Malchin, 1892

    Oil on canvas, 100 x 88 cm

    © Staatliches Museum Schwerin

    Der Hirtenteich mit der "1000jährigen Eiche" in Israelsdorf. Der Weg nach Gothmund.

  • Israelsdorf bei Lübeck

    Carl Malchin, ca. 1889

    Oil on canvas, 48 x 41 cm

    © Staatliches Museum Schwerin

    Die Räucherkaten und die "1000jährige Eiche" am Hirtenteich. Auf dem Weg nach Gothmund.

  • Gustav Wendling zeichnet

    Ernst Eitner, 1890

    Pencil on paper

    © Privatbesitz

    Aus Ernst Eitners Skizzenbuch von 1890.

  • Eichen am Hirtenteich

    Ernst Eitner, 1890

    Pencil on paper, 27 x 32 cm

    © Privatbesitz

    Aus dem 1890iger Skizzenbuch von Ernst Eitner: Die alten Eichen am Hirtenteich mit dem Blick auf eine der Räucherkaten. Der Katen und zwei Eichen stehen heute noch auf ihrem Platz.

  • Der Hirtenteich

    Ernst Eitner, 1938

    Etching on paper, 10 x 25.5 cm

    © Privatbesitz

    Gut fünf Jahrzehnte später als die ersten Aquarelle und Skizzen in Israelsdorf und Gothmund fertigte Ernst Eitner diese Radierung mit dem Motiv des Teiches und der Katen an. Nicht mehr im Bild zu sehen ist die alte Eiche. Sie ist sechs Jahre zuvor gefällt worden.

  • Hirtenteich in Israelsdorf

    Karl Gatermann d.Ä., 1920

    Oil on canvas, 60 x 80 cm

    © Privatbesitz

    Der Weg zum Fischerdorf

  • Israelsdorf 31

    Heiko Jäckstein, 2019

    Oil on canvas, 190 x 210 cm

    © Atelier Jäckstein

    Hommage an den Großmeister der Landschaftsmalerei, Carl Malchin (1838-1923), der an gleicher Stelle von 1887 bis 1902 das Motiv des Hirtenteiches mit den beiden Räucherkaten skizzierte und malte.

  • Israelsdorf 17 (Die Kinder Israelsdorfs)

    Heiko Jäckstein, 2019

    Oil on canvas, 210 x 210 cm

    © Atelier Jäckstein

    Hommage an den Großmeister der Landschaftsmalerei Carl Malchin (1838-1932).

  • Israelsdorf (Gothmund 66)

    Heiko Jäckstein, 2016

    Acryl + Öl auf Leinwand, 65 x 105 cm

    © Atelier Jäckstein

    Der Israelsdorfer Hirtenteich.

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