Carl Malchins Blick über das Fischerdorf Gothmund von 1887.

Carl Malchin

* 1838 Kröpelin – † 1923 Schwerin

Die einzigartige Schönheit der mecklenburgischen Landschaft, ihre Stille und Naturverbundenheit, wurde von kaum einem anderen Maler in dieser künstlerischen Qualität wiedergegeben wie von Carl Malchin.

Der bedeutende Mecklenburger Landschaftsmaler und Mitbegründer der Ahrenshooper Künstlerkolonie wurde in der mecklenburgischen Kleinstadt Kröpelin zwischen Rostock und Wismar geboren. Nach der Schulzeit absolvierte er im nahen Schwaan eine Lehre zum Landvermesser.

Von 1860 bis 1862 besuchte er das Polytechnikum in München. Malchin beendete seine Ausbildung als Vermesser und nach einer Praktikumszeit in Rostock legte er auch das Ingenieursexamen ab.

Die Malerei bekam für Carl Malchin eine immer größere Bedeutung. Die Bilder, voll von farbiger Harmonie und mit großer Freude am Detail komponiert, erregten in mecklenburger Kunstkreisen große Aufmerksamkeit. 1873 bekam Malchin ein Stipendium für das Studium an der Großherzoglich Sächsischen Kunstschule Weimar. Theodor Hagen und Alfred Brendel waren seine Lehrer.1879 nahm Malchin in Schwerin die Stelle als Restaurator der herzoglichen Gemäldesammlung an. 1890 wurde er zum Professor ernannt.

Großmeister der Landschaftsmalerei

1887 zog es Carl Malchin an die Trave. Gemälde, Ölskizzen und Zeichnungen von Gothmund, Israelsdorf und Herrenwyk sind bis 1902 nachweisbar. Die Zeichnung „Gothmund an der Trave“ von 1887 zeigt eine vollständige Ansicht des Dorfes vor dem Brand 1893. Der gesamte Nachlass Malchins von 262 Gemälden, 391 Handzeichnungen und vier Skizzenbüchern befindet sich im Staatlichen Museum Schwerin.

2019 wird die Sonderausstellung „Von Barbizon bis ans Meer. Carl Malchin und die Entdeckung Mecklenburgs“ im Schweriner Museum gezeigt.

  • Winter (Skizze)

    Carl Malchin, ca. 1889-1892

    Bleistift auf Papier

    © Staatliches Museum Schwerin

    Vorskizze, am Israelsdorfer Hirtenteich erstellt, zum Ölgemälde "Winter" von 1892.

  • Winter

    Carl Malchin, 1892

    Öl auf Leinwand, 100 x 88 cm

    © Staatliches Museum Schwerin

    Der Hirtenteich mit der "1000jährigen Eiche" in Israelsdorf. Der Weg nach Gothmund.

  • Gothmund

    Carl Malchin, 1887

    Bleistift auf Papier, 28 x 47 cm

    © Staatliches Museum Schwerin

    Aus dem Skizzenbuch. Möglicherweise das einzige Werk (Juni 1887), das die abgebrannte Seite von Gothmund (1893) zeigt.

  • Israelsdorf bei Lübeck

    Carl Malchin, ca. 1889

    Öl auf Leinwand, 48 x 41 cm

    © Staatliches Museum Schwerin

    Die Räucherkaten und die "1000jährige Eiche" am Hirtenteich. Auf dem Weg nach Gothmund.

  • Katen in Israelsdorf bei Lübeck

    Carl Malchin, ca. 1889-1899

    Öl auf Leinwand, 24 x 37 cm

    © Staatliches Museum Schwerin

    Kurz vor Gothmund.

  • Blick über Gothmund

    Carl Malchin, ca. 1887-1902

    Bleistift auf Papier, 28 x 47 cm

    © Staatliches Museum Schwerin

    Aus Malchins Skizzenbuch.

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